Traumseminar


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Kind und Kindheit

Träume > Archiv

Löwen kommen auf mich zu

Als Kind träumte ich oft folgenden Traum:

Ich spiele im Hof
als plötzlich aus dem Nichts
mehrere Löwen auf mich zu kommen
ich renne ins Haus
die Treppen hinauf
durch die Wohnungstür
den Flur entlang
in das Zimmer meiner Geschwister
und halte die Tür zu
doch als die Löwen kommen ist die Tür zu klein
sodaß das Schloss nicht fasst
und die Löwen ins Zimmer kommen
Als ich den Traum die nächsten Male träumte, verlief er so:
Ich spiele im Hof
als plötzlich aus dem Nichts
mehrere Löwen auf mich zu kommen
ich renne ins Haus
die Treppen hinauf
durch die Wohnungstür
den Flur entlang
in das Zimmer meiner Geschwister
dann prüfe ich ob die Tür zu klein ist
und sie lässt sich verschliessen
doch als die Löwen kommen
ist sie wieder zu klein


Quelle: Brack, Bernhard: Anonymisiert



Ich heisse Nathan, bin 10 Jahre alt und träume viel


Die Welt ist voller Farben.
Am Schluss ist man immer dort, wo es wieder was zu
entdecken gibt:

Ich stehe in meiner
Küche und denke nach
Dann berührte ich die
Mauer oder besser
gesagt die Wand
Plötzlich musste ich
durch einen Gang
Es gab wie kein zurück
Also ging ich durch den
blau-violetten Gang
Als der zehn Meter lange
Gang zu Ende war, sah
ich wie ein Nichts vor mir
Ich lief hindurch und war
in Honolulu
Es stand ein
riesiges Schild dort
und es stand darauf
Welcome to Honolulu
Wieder berührte ich die
Wand und dasselbe
wiederholte sich nur
war ich dieses Mal in
Sydney und es stand



Ich heisse Nathan, bin 10 Jahre alt und träume viel

Verschiedene Zeitalter.
Wo sind wir?

Ich bin in einer Höhle
und unter einem Berg
Ich sah mich, aber für
die anderen bin ich
unsichtbar
Ich konnte
einfach herumlaufen
und…und nichts
passierte, niemand
achtete auf mich ich
konnte wie durch
andere hindurch laufen
Anstatt dass ich
den Darm und all diese
hässlichen Dinge sah
wurde alles schwarz
Ich sah Arbeiter, und
alle waren ganz
erschöpft
Plötzlich kam ein Mann mit
einer Peitsche
Er schlug die Männer
die nicht die ganze
Zeit am arbeiten waren
Es kam mir vor wie in
der Zeit von Jesus
Ich lief aus der
Höhle und dann war
ich draußen und mich
erfüllte plötzlich
eine moderne Welt
wieder auf einem
grossen Schild
Welcome to Sydney



Ich heisse Nathan, bin 10 Jahre und träume viel

Erster Traum seit 2007
Ist das ein Wunsch?

Ich bin bei mir zu
Hause und stelle
mein Zimmer um
und ich hatte Zuschauer
die auf einer Tribüne sassen
So um die zwanzig
Es kam mir vor als wäre
es ein Wettkampf
Na ja ich stellte um
und etwas verwandelte
sich plötzlich
Es war wie ein Geist gekommen
und alles verwandelte
sich zu einem
Luxuszimmer
Alles war plötzlich so gross
Obwohl ich ein recht
grosses Zimmer habe
Es hatte Palmen eine
Früchteschale
Ich wachte auf und dachte
Bin ich der
Siebenschläfer

Quelle: Brack, Bernhard: Anonymisiert



Den Schuh der Lehrerin fangen

Der 8-jährige Knabe, der von seinen zwei Lehrerinnen als hochbegabt eingestuft wurde, träumte während den Ferien oft von der Schule.

Wir spielen im Wald
Wir müssen den Schuh
der Lehrerin fangen
Einmal schaffe ich es
ein anderes Mal
ist ein Mitschüler schneller

Der Weg zurück
in die Schule
führt in ein Tal
über ein Geleise
Plötzlich heisst es
ein Zug fahre vorbei
und wir schützen uns
hinter den Bäumen

Im Schulzimmer
erwartet uns
die andere Lehrerin
die mit der ersten
die Stelle teilt
Sie sagt mir
ich solle die Wickenbohnen
die oben wunderschöne Blüten tragen
wieder nach Hause nehmen
sie seien
schon zwei Meter hoch
Die sind doch
noch gar nicht
zwei Meter hoch
denke ich und erwache

Quelle: Brack, Bernhard: Anonymisiert



Es gibt keine Schienen, die Züge fahren frei

Der 10-jährige Knabe sagt nach dem Frühstück: In der Nacht hatte ich einen wunderbaren Traum:

Auf einer Velotour
mit meiner Familie
fahren wir über
einen See - ja wir
können über einen
See fahren - zu
einem Bahnhof
Schienen sind übers
Wasser verlegt aber
es fahren keine
Züge sondern Schiffe
Wir nehmen eins
fahren auf dem Deck
herum im Gegen-
uhrzeigersinn das
Schiff führt uns
zu einem Bahnhof
auf einer Ebene
jedoch gibt’s keine
Schienen sondern
die Züge fahren frei
Im Zug pedalen wir
rückwärts durch die
Wagen und steigen aus
bei einem Flughafen
Am Ende des Traumes
landen wir im
Flughafen Kloten

Quelle: Brack, Bernhard: Anonymisiert



Der Computer erreicht vor mir das Ziel

Der 8-jährige Knabe hatte am Nachmittag mit seinem Vater am Computer gespielt. In der Nacht träumte er:

Ich spiele mit dem Computer
Wettrennen
einer der Läufer
ist mein Vater
plötzlich
verwandle ich mich
in meinen Vater
ich bin
an erster Stelle
und fast am Ziel
als der Computer
(die anderen Wettläufer
sind jetzt der Computer)
den Arm nach vorne wirft
der immer länger wird
und gerade vor mir
das Ziel erreicht

Quelle: Brack, Bernhard: Anonymisiert



…und hätte so gerne noch lange weitergeträumt

Der 8-jährige Knabe hatte zwei Filme über die Geschichte der Indianer gesehen. Eines Nachts träumte er:

Wir leben in einer Art Bauernhof
auf einer Waldlichtung
Mama und Papa sind Indianer
Papa der Häuptling des Stammes
ich bin wie ich jetzt bin
Auf dem Weg durch den Wald
zu den Weissen
kommen wir an einem kleinen
meterhohen Vulkan vorbei
Um zu beweisen
dass der Vulkan nicht verletzt
muss Papa
hineinsteigen in den Schlund
und wieder herausklettern
Nach unserer Rückkehr ins Dorf
gehe ich alleine auf die Jagd
klettere auf Bäume
springe über dicke Äste
ebenso schnell und sicher
wie auf dem Boden
und erlege einen Hasen
Jetzt haben wir wieder Fleisch
sagt Papa voller Freude
und zeigt mir
wie ich einen auf der Lichtung
grasenden Elch jagen muss:
nach drei Schlägen in seine Flanke
fällt er tot um
Ich mache es ihm nach
und so bringen wir
zwei Elche nach Hause
Danach gehe ich wieder
allein auf die Jagd
folge einem kleinen Bach
bis zu einem Seelein
“Den habe ich gemacht”
sagt ein Mädchen
das am Ufer steht
Sie zeigt mir ihr Versteck
ganz in der Nähe:
ein kleine Höhle
Auf dem Weg
zurück nach Hause
erwache ich
und hätte so gerne noch
lange weitergeträumt

Quelle: Brack, Bernhard: Anonymisiert



…..löst sich die Welt in Luft auf

Der 8-jährige Knabe träumte:

Ich gehe
mit Freunden einkaufen
in einem grossen Laden
wie Migros oder Coop
Plötzlich verschwindet der Laden
stattdessen steht
ein fremder Mann vor uns
und sagt
Wenn ihr
den richtigen Weg nicht findet
löst sich die Welt
in Luft auf
Wir steigen einen steilen
bewaldeten Hügel hinan
und treffen
auf eine Weggabelung
Einer meiner Freunde
geht links
der andere rechts
aber beide Wege
sind falsch
Trotzdem löst sich
die Welt nicht auf
Ich wähle den mittleren Weg
glaube es sei der richtige –
da erwache ich

Quelle: Brack, Bernhard: Anonymisiert



Der Mann, das Raumschiff, ich esse und sterbe

Der 11-jährige Knabe erinnert sich noch sehr gut an drei Träume, die er als ca. 5-Jähriger in drei aufeinander folgenden Nächten gehabt hat. Er lebt seit seiner Geburt alleine mit seiner Mutter. Seine Träume deutet er dahingehend, dass er damals schwarz zu „chrömeln“ begonnen habe und der Traum ihn davon habe abhalten wollen. „Minor“ ist seine Lieblingsschokolade.

Meine Mutter geht
in den Fitnessclub
der sich in unserem
Quartier befindet
in Wirklichkeit aber
viel weiter weg ist
Ich sitze auf
einem Stromkasten
als meine Mutter
vorbeijoggt
und damit die Landung
eines Raumschiffes auslöst
Ein Mann steigt aus
und gibt mir
eine Minor-Schokolade
Ich öffne sie
esse sie
und sterbe

In der darauf folgenden Nacht träumte er denselben Anfang, erinnerte sich dann aber daran, dass er sterben würde, wenn er die Schokolade aufass.

Meine Mutter geht
in den Fitnessclub
der sich in unserem
Quartier befindet
in Wirklichkeit aber
viel weiter weg ist
Ich sitze auf
einem Stromkasten
als meine Mutter
vorbeijoggt
und damit die Landung
eines Raumschiffes auslöst
Ein Mann steigt aus
und will mir
eine Minor-Schokolade geben
Ich lehne ab
und folge ihm
ins Raumschiff
Da liegt eine Minor-Schokolade
in einem Glaskasten
Ich öffne ihn
nehme die Schokolade heraus
esse sie
und sterbe

In der dritten Nacht träumte er:

Meine Mutter geht
in den Fitnessclub
der sich in unserem
Quartier befindet
in Wirklichkeit aber
viel weiter weg ist
Ich sitze auf
einem Stromkasten
als meine Mutter
vorbeijoggt
und damit die Landung
eines Raumschiffes auslöst
Ein Mann steigt aus
und will mir
eine Minor-Schokolade geben
Ich lehne ab
und folge ihm
ins Raumschiff
Auf dem Tisch
entdecke ich
ein Raumschiff in Miniatur
Ich schaue es mir
genauer an
und hebe die Fliegerkuppel:
eine Minor-Schokolade liegt darin
Ich öffne sie
esse sie
und sterbe

Quelle: Brack, Bernhard: Anonymisiert



Eine Schattenhexe, die nur im Schatten leben kann

Der 8-jährige Knabe war bei den Grosseltern in den Ferien gewesen, bei denen er mehr als sonst fernsehen durfte. Zuhause goss er als erstes seine Pflanzen. In der Nacht träumte er:

Eine Hexe sitzt
in einem Gewächshaus
dessen Wände aus Gitter
anstatt aus Glas
bestehen
Die Hexe aber
kann sich dorthin zaubern
wohin sie will
Ich habe Angst vor ihr
Da begegne ich zwei Männern
die Sonne bricht
durch den verhangenen Himmel –
da merke ich
dass die Hexe verschwunden ist
Aha, denke ich
sie ist eine Schattenhexe
die nur im Schatten leben kann

Quelle: Brack, Bernhard: Anonymisiert



Mitten im Dschungel stürzen wir ab

In der Nacht, bevor der 7-jährige Knabe seine Grosseltern besuchte, hatte er folgenden Traum:

Ich bin in einem Flugzeug
nur wenige Menschen
sitzen darin
spärliches Licht scheint
über ihren Köpfen
Plötzlich stürzen wir ab
mitten im Dschungel
Zerschmetterte Flugzeugteile
liegen herum
alle Menschen sind tot
ausser mir
Ich gehe in den Dschungel
folge dem Laib
einer Riesenschlange
so lang
wie von Grossvaters Haus
zu unserem
Vor einer Erdhöhle sehe ich
wie ihr Mami, Papi und
meine Schwester entsteigen
Wir bereiten uns vor
auf ein grosse Abenteuer
Aus Blattnerven
zwirnen wir Fäden
mit denen wir Stecken
zu einem Zelt zusammenbinden
Aus Holzfasern
stellen wir Kleider her
mit Pfeil und Bogen
gehen wir auf die Jagd
Mir gefällt es hier
denke ich
und erwache


Quelle: Brack, Bernhard: Anonymisiert



Zwei Krokodile bewachen das Hochhaus

Das 9-jährige Mädchen, das vor ein paar Tagen in ein anderes Quartier gezogen war, träumte von ihren ehemaligen Schulkameradinnen:

Ich spiele mit ihnen
vor dem Restaurant
das ich jeweils samstags
mit meiner Familie besuche
Meine Freundin und ich
merken plötzlich
dass wir vergessen haben
aufs WC zu gehen
Wir fragen in einem Laden
ob wir aufs WC gehen dürfen
Es sei nur für Babys
nicht für uns
Wir entdecken ein Hochhaus
Zuoberst
denken wir
hat es bestimmt ein WC
Zwei Krokodile bewachen es
Mit angehaltenem Atem
huschen wir
an ihnen vorbei
aber da ist
kein WC
Wir verlassen das Hochhaus
und gehen ins Hallenbad
Dort endlich
können wir auf die Toilette gehen.

Quelle: Brack, Bernhard: Anonymisiert



Vielleicht beginne ich wieder zu meditieren

Der 42-jährige Mann arbeitete in einem Betrieb als „Mädchen für alles“. Er hatte schon als Kind zu meditieren begonnen und als zwölfjähriger Knabe hatte er einen Traum, dessen Aussage ihm am Schluss des Traumes wie die Gebote Moses in Stein gemeisselt erschien.

Das kleinste Teilchen
dieser Welt
ist grösser
als das Grösste*

*Von den Erwachsenen wurde er wegen dieses Traumes ausgelacht. Er hörte auf zu meditieren aus Angst, den Bezug zur Realität zu verlieren.
„Vielleicht“, sagte der Mann, nachdem er den Traum erzählt hatte, „beginne ich wieder zu meditieren.“

Quelle: Brack, Bernhard: Anonymisiert



Die gefangenen Polizisten

Der 6-jährige Knabe wird in einigen Monaten zur Schule gehen. Er erzählte seinen Traum beim Spielen mit dem ‚Traumfänger’, der neben seinem Bett hing. Er habe bei einem Freund zuhause einen Affen spielen dürfen und in der Nacht folgenden Traum gehabt:


Zwei Kinder schlüpfen
aus einem Käfig
Sie gehen nach Hause
Dort stellen sie
Fallen auf
Die gefangenen Polizisten
begraben sie
unter der Erde
dann bauen sie
aus hohen Bäumen
ein eigenes Haus
mit einem grossen
Kinderzimmer

Quelle: Brack, Bernhard: Anonymisiert



Die Wunderblume


Nach dem Abend, an dem der 7-jährige Knabe zusammen mit seinem Papa das Fussballspiel Schweiz-Italien geschaut hatte, an dem, so hatte Papa gesagt, das schönste Tor gefallen sei, das die Schweizer Nationalmannschaft je geschossen habe, träumte er:

Ich sitze auf einem Lastwagen
auf den jemand Waren wirft
Mein Papa kommt vorbei
und fragt mich
ob ich mit ihm
in den Wald gehe
die Wunderblume suchen
Ich habe keine Ahnung
wo wir diese suchen sollen
und folge Papa in den Wald
Am Ufer eines Sees
entdecken wir die Wunderblume
Wie wir sie berühren
verwandelt sie sich in Gold
Papa hält mit beiden Händen
die Blüte umfasst
und wünscht sich
nach Hause
Er vergisst mich
in den Wunsch einzubeziehen
und ich vergesse
die Wunderblume zu berühren
deshalb bleibe ich
allein zurück
mit dem Stiel der Wunderblume
der aussieht
wie ein goldener Stab
Ich wandere weiter
und begegne Kindern
in meinem Alter
Mit diesem Stiel
sagt ein Kind
kannst du dich
bis zum Lastwagen wünschen
aber nicht nach Hause
Ich bin traurig
Vergiss nicht
sagt ein anderes Kind
die Wunderblume
wächst immer wieder nach
Ich steige
den waldigen Hang hinan
zurück zum See –
da weckt mich
meine Mutter

Quelle: Brack, Bernhard: Anonymisiert



Die ganze Welt brenne

Der 6-jährige Knabe erwachte mitten in der Nacht aus einem Alptraum und kroch zu seinen Eltern ins Bett.

Ich schaue mit Freunden
in ein dunkles Loch
Plötzlich kommen Spinnen heraus
Wir rennen in mein Zimmer
der Tisch fällt um
und ein Brand bricht aus
Wir flüchten zu den Dreiweihern
und springen ins Wasser
nur noch mein Kopf
schaut heraus
Ich höre Feuerwehrautos
und aus einem Lautsprecher die Meldung
die ganze Welt brenne

Quelle: Brack, Bernhard: Anonymisiert



Schon als Kind wollte ich schreien

Der 44-jährige Mann, dessen Mutter bei seiner Zeugung vergewaltigt worden war, hatte, seit er 5-jährig war, immer wieder denselben Traum:

Ich träume
ich bin wach
aber ich kann
mich nicht bewegen
ich möchte schreien
aber ich kann
nicht schreien

Quelle: Brack, Bernhard: Anonymisiert



Ein Untier

Der 6-jährige Knabe in der ersten Klasse, wo er schreiben lernte, hatte nach den Ferien folgenden Traum:

Ich spiele
mit Kindern am Meer
Ein Untier
wie ein Wal so gross
stört uns dabei
Es lacht
mit geschlossenem Mund
seine Zähne
können wir trotzdem sehen
seine Mundwinkel hangen herab
Wir werfen ein Netz
über das Tier
und schleppen es
in eine Höhle
vor die wir
einen Stein rollen
damit es
nicht fliehen kann
Auf den Stein schreiben
wir unsere Namen


Quelle: Brack, Bernhard: Anonymisiert




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